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Zuhause einrichten

Klettergerüst indoor fürs Kinderzimmer: Dreieck, Rahmen, Würfel oder Wandleiter

Ein Kind, das auf alles klettert, braucht zu Hause einen Ort, an dem es darf. Welche Klettergerüste in eine Wohnung passen, worin sie sich unterscheiden, was darunter gehört und was Sie aus den Anleitungen der Hersteller wörtlich nehmen sollten.

Faborino Editorial21. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Samstag, es regnet seit dem Morgen. Das zweijährige Kind zieht alle Kissen vom Sofa, stapelt sie unter dem Fenster und klettert darüber auf die Fensterbank. Wir holen es herunter. Kurz darauf steht es auf dem Stuhl am Esstisch, und wieder kurz darauf kniet es darauf, ein Bein schon auf dem Tisch. Bis zum Mittag sagen wir zwanzigmal „komm runter“.

Ein Kind in diesem Alter klettert, weil es klettern muss. Gibt es zu Hause keinen Ort, an dem es darf, sucht es sich überall sonst einen. Ein Klettergerüst fürs Kinderzimmer ist kein Fitnessgerät. Es ist der eine Ort in der Wohnung, an dem die Antwort aufs Klettern Ja lautet. Hier geht es nicht um Spielanlagen für den Garten, sondern um Klettergerüste aus Holz für Kleinkinder, die vor allem für drinnen gedacht sind.

Vier Formen, die in eine Wohnung passen

Für drinnen kommen vier Formen in Frage. Das Kletterdreieck ist die einfachste: zwei aneinandergelehnte Leitern, auf denen das Kind hinauf- und auf der anderen Seite hinuntersteigt. Der Kletterrahmen besteht aus mehreren Segmenten und lässt sich zu verschiedenen Formen aufbauen. Der Kletterwürfel ist ein kleines Häuschen, in das man hinein- und wieder hinausklettert. Die Sprossenwand oder Leiter an der Wand braucht keine Bodenfläche, aber eine tragfähige Wand und eine Befestigung. Über das Dreieck, über Emmi Pikler und darüber, warum Sie Ihr Kind nicht hinaufheben sollten, schreiben wir im Artikel über das Pikler-Dreieck. Hier geht es um die anderen drei.

Kletterrahmen: ein Stück, viele Formen

Der Rahmen des lettischen Herstellers Ette Tete besteht aus Segmenten, die mit Schraubgriffen verbunden werden. MOPITRI hat vier Segmente und lässt sich laut Hersteller zu mehr als zehn Formen aufbauen: flacheres oder steileres Dreieck, Häuschen, ebene Plattform oder zwei kleine Dreiecke. So passen Sie die Herausforderung an das an, was Ihr Kind gerade schafft. Er ist 82,5 Zentimeter breit und in der höchsten Stellung 60 Zentimeter hoch. Wird er nicht gebraucht, lassen sich die Griffe abschrauben, und der Rahmen lässt sich in Teile zerlegen, die unter das Bett oder hinter den Schrank passen.

Aus der Faborino-Kollektion

FIPITRI ist die größere Version mit fünf Segmenten und laut Hersteller mehr als fünfzehn Formen. Unter dem Rahmen und darüber ist mehr Platz, und er lässt sich auch zu einem Häuschen oder einer ebenen Plattform aufbauen. Zu beiden Rahmen gehört eine Rampe von 117 × 40 Zentimetern, auf der einen Seite zum Rutschen, auf der anderen zum Klettern. Der Hersteller gibt beide ab 12 Monaten an.

Aus der Faborino-Kollektion

Kletterwürfel: eine Ecke zum Hineinklettern

Der Kletterwürfel CUBITRI hat eine Kantenlänge von 58,4 Zentimetern, abgerundete Kanten und auf einer Seite einen runden Tunnel. Das Modell R hat eine Seite mit Seil, an der das Kind hochklettert. Es klettert hinein und hinaus, sitzt darin und spielt Häuschen oder Kaufladen. Der Würfel lässt sich auf verschiedene Seiten drehen. Für Transport oder längere Lagerung kann man ihn zerlegen, der Hersteller rät aber davon ab, das regelmäßig zu tun. Der Hersteller gibt ihn ab 12 Monaten an.

Aus der Faborino-Kollektion

Rahmen und Würfel lassen sich verbinden. Die separate Rampe von Ette Tete wird mit vier Gurten mit Ringen an den Sprossen befestigt, und laut Hersteller kann jeder Rahmen zwei Rampen haben, eine auf jeder Seite. Mit der Rampe verbinden Sie zwei Rahmen oder einen Rahmen mit dem Würfel zu einer größeren Spielfläche.

Aus der Faborino-Kollektion

Wenn am Boden kein Platz ist: die Hängeleiter an der Wand

In einer kleinen Wohnung fehlt meist Bodenfläche, nicht Höhe. Die Hängeleiter mit Reckstange aus dem Set VARIO der Marke Elis wird an der Wand befestigt und lässt sich auch allein nutzen: Das Kind hält sich an der Stange fest, zieht sich hoch und probiert aus, was es schon schafft. Zugleich ist sie das Teil, mit dem sich auch die Dreiecke aus dem Set VARIO an der Wand befestigen lassen. Dübel und Befestigungsmaterial sind nicht enthalten, weil sie vom Mauerwerk abhängen, und der Hersteller empfiehlt, sich dabei von einer Fachperson beraten zu lassen. Der Hersteller gibt sie ab einem Jahr an, immer unter Aufsicht eines Erwachsenen.

Aus der Faborino-Kollektion

Ist am Boden noch Platz für ein Stück, bietet eine Wippe, oft auch Kletterbogen genannt, eine andere Bewegung. Das Kind schaukelt darauf, klettert darüber, versteckt sich darin oder baut mit dem Brett eine Brücke. Bei dieser Wippe der Marke eliNeli gibt der Hersteller eine Belastbarkeit von 110 Kilogramm an, im Set sind ein Wendebrett und ein Kinderstuhl dabei.

Aus der Faborino-Kollektion

Was unter das Klettergerüst gehört

Ette Tete schreibt in der Anleitung zu Rahmen und Würfel, dass sie auf eine ebene Fläche mit freiem Platz ringsum gehören und nicht auf Beton oder einen anderen harten Untergrund. Zu Hause lässt sich das mit Teppich oder Matte lösen, der Hersteller schreibt aber nicht, dass sie bei einem Sturz schützen. Die Filzmatte desselben Herstellers besteht aus neun Teilen, zusammen 90 × 76 Zentimeter, und ist 7,5 Millimeter dick mit einer weichen Oberschicht. Der Hersteller fertigt sie passend für seine eigenen Rahmen, unter Klettergerüste anderer Marken passt sie unter Umständen nicht. Gereinigt wird sie mit einem feuchten Tuch oder dem Staubsauger.

Aus der Faborino-Kollektion

Ab wann und wie anfangen

Die Hersteller geben bei allen Klettergerüsten in diesem Artikel ein Alter ab 12 Monaten oder ab einem Jahr an. Das ist eine Untergrenze, keine Einladung. Wir empfehlen ein Klettergerüst, wenn Ihr Kind selbst krabbelt und sich selbst hochzieht, nicht früher. In den ersten Wochen genügt eine niedrige Form: ein Rahmen mit flacher Neigung, ein Würfel ohne Rampe. Höhe und Neigung ändern Sie erst, wenn Ihr Kind die niedrige Form ohne Zögern schafft.

Nach ein paar Wochen liegen die Kissen wieder auf dem Sofa. Morgens geht Ihr Kind am Stuhl vorbei direkt zum Rahmen, klettert nach oben, sitzt dort eine Weile und rutscht über die Rampe hinunter. Das „komm runter“ verschwindet fast ganz aus dem Vormittag. Klettergerüste, Dreiecke und Hängeleitern finden Sie zusammen in der Kategorie Lerntürme, Pikler & Klettern.

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